SPB12023 Classless Kulla & Istari Lasterfahrer : Auf- & Zustände

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Materie in Bewegung

LSD (Next to the River)
Electric
Der Film da Drin
Verschwörung der Gehirne

2
Red Army Snipper
Es gibt kein Kommunismus weil es
Deutschland gibt
Gartenbau
I’m Classless
Production Tide

After the full length cds “Nein, Nein das ist nicht der Kommunismus” and “Wir hatten noch was vor” classless kulla and istari lasterfahrerare now here with their third release in a row. as the previously releases been quite a big weight this release only covers 10 tracks, but this time, instead on digital compact disk it materializes as vinyl record and download.

the main theme of this release is insurrection and mental states or lets say conditions ( the titel translated is something like this in a way ). anyway the record starts up with a amen punk stomper followed by a more idmsk break track with a tripping lead sequence. third track is a wild amen basher also thats leaded by a dirty acid line. the fourth track is more between drum and bass and indy guitar thats slanted into metal or something like that. last tune on side a is a more lecture aural exerimental track where kulla is talking about the conspirity of the brains.
flipside starts with a track that sounds something between punk and orchestral metal, its a song about a red army snipper woman in the second world war. this track is followed by a tune about why there is no communism ( because there is germany ) – kinda electro track. the third one is a funny ska raggae tune about dope smokers and the fourth one classless talks about what is it to be him and what is it not. last track is a duett with oona about the live of working people.

vinyl record comes with full printed cover with lyrics on the backside and download code.

300 copies been pressed.

Reviews:

Spex, 17.10.2012, Ulrich Gutmair:
Komm, wir bauen uns einen eigenen Hardcore. Es sind nur 5,2 Sekunden im Leben eines Menschen, aber es ist eine Ewigkeit für die Menschheit.Gregory Cylvester Coleman, der Neil Armstrong der bemannten Sound- Fahrt, arbeitete als Drummer bei den Winstons. Die nahmen 1969 eine Version von Jester Hairstons »Amen« auf. Colemans Drum-Solo wurde seit seiner Entdeckung durch den New Yorker HipHop immer wieder geloopt. Erst runtergepitcht, dann beschleunigt. Auf seinen vier Takten wurde später von der britischen Hardcore/Breakbeat-Szene ein ganzes Universum aus Tracks errichtet. Unter anderem deren Irrsinn hat classless Kulla und Istari Lasterfahrer nun auf ihrem dritten Album inspiriert.

   Auf- & Zustände erscheint auf Sozialistischer Plattenbau Hamburg und ist als 12”-Vinyl und Download erhältlich. Es startet mit dem tollen »Materie in Bewegung«, das auf einem Amen-Break in die Zukunft surft: »Nichts war schon immer so, nichts wird immer so bleiben«, singt Kulla. Fast die ganze A-Seite geht’s so weiter: Amen-Break, Synthie-Quietsch, Fett-Bass, Lustich-Sample und dazu gelehrte Texte. Später gibt’s auch Acid-Hörspiele und Punksongs. »Red Army Sniper« wurde von Daniel »Classless« Kulla live mit der thüringischen Metal/Punk-Band Die Arschritzen eingespielt, heißt es im Beipackzettel. Es klingt nach Sham 69 auf Metallica.

 Was ist schön? Was geht in Hirn, Bauch und Beine? Was brauchen wir? Kulla und Lasterfahrer haben Hardcore verstanden und bauen sich selber einen: Sound Science, Denken und Fühlen auf experimentell-extremistische Weise betreiben und mit Popmelodien, Popslogans, Popbewusstsein verbinden. Kulla textet über den Sinn fürs Wunderbare, über das Deutschlandproblem, die Verschwörung der Gehirne gegen die Menschen und den Kommunismus. Auf dem Vorgängeralbumhatten Kulla und Lasterfahrer für »Won’t Be Long Till Jungle Drum« den Refrain eines allseits bekannten Popsongs gesampelt und mit ein paar Zeilen der zu Unrecht fast vergessenen amerikanischen Hardcore-Combo NoMeansNo konfrontiert. Jetzt ist es »Production Tide«, das mit Weltklassezitaten spielt, die bastardisiert und von Gastvokalistin Oona mit Kulla im Duett gesungen werden. So werden 99 Prozent der zeitgenössischen Popkonkurrenz lässig deklassiert. Das eine Prozent war schlau und hat Shut Up & Dance gehört.”

De-Bug, 19.12.2012, Multipara
“Was wäre gewesen, wenn die Verbindung aus Punk, Amen-Breaks, Elektronik und politischem Bewusstsein nicht diese unselig kompromisslose Berliner Bürstung auf Krawall erfahren hätte, die so vieles (und viele) auf der Strecke ließ? Vielleicht wäre dann alles wirklich anders gelaufen. Istari und Kulla jedenfalls präsentieren ihren Stil so unverbraucht, wandlungsfähig und mit melodischem Witz, dass man sich die Augen reibt. Pop nannte man sowas früher, als es noch eine Hamburger Schule gab. Kulla oszilliert und reflektiert zwischen Psychedelik und Kommunismus und springt dabei mühelos durch Identitäten und Textgenres, lässt aber alles artifiziell Gestelzte außen vor: Angreifbarkeit als Waffe. Istari packt dazu vom Modularchaos bis zur Bassgitarre alles aus, was sein Arsenal hergibt und bleibt dabei ein ums andre Mal so catchy, dass man das Vinyl immer wieder umdreht, auf dem sogar noch für ein Gastspiel der Arschritzen Platz ist. Ja, Elektroenergie braucht das Land, dann ist auch in Thüringen der Krieg vorbei.”